Labor-Saphir
Stein

Labor-Saphir

Über den Stein

Der weiße Labor-Saphir ist von Menschenhand geschaffener Korund (Aluminiumoxid) mit derselben chemischen Zusammensetzung, derselben Kristallstruktur und derselben Härte wie ein natürlicher Saphir. Mit einer Härte von 9 ist er nach dem Diamanten der zweithärteste Edelstein – ideal für Schmuck, der ein Leben lang getragen wird.

Er entsteht, indem reines Aluminiumoxid bei über 2.000 °C geschmolzen und unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen langsam kristallisiert wird. So entsteht in wenigen Tagen oder Wochen, was die Natur in Millionen von Jahren formt.

Der blaue Saphir verdankt seine Farbe Spuren von Eisen und Titan. Der weiße Saphir hingegen ist nahezu reiner Korund ohne färbende Elemente – daher rührt seine klare, farblose Transparenz.

Das erste Verfahren zur Herstellung von Saphir im Labor wurde vom französischen Chemiker Auguste Verneuil entwickelt und 1902 vorgestellt. Die Methode, das sogenannte „Flammenschmelzverfahren“, wird auch heute noch, mehr als ein Jahrhundert später, angewendet.

Seine Widerstandsfähigkeit und Klarheit machen ihn auch über den Schmuck hinaus wertvoll. Uhrengläser von Luxusuhren, der Schutz von Kameraobjektiven und die Fenster mancher wissenschaftlicher Instrumente bestehen oft aus synthetischem Saphir.

Da er unter kontrollierten Bedingungen entsteht, besitzt er eine gleichbleibende Klarheit und Reinheit, die bei natürlichen weißen Saphiren nur schwer zu finden ist. Diese durchlaufen oft Hitzebehandlungen, um ihre gelblichen oder gräulichen Nuancen zu verlieren.

Sein Glanz ist ruhiger und kristalliner als der des Diamanten, mit weniger bunten Lichtreflexen. Es ist eine dezente Eleganz für alle, die Raffinesse ohne Prunk bevorzugen.

Er ist zudem eine verantwortungsbewusste Wahl: Er erfordert keinen Bergbau, hat eine transparente Herkunft und einen erschwinglichen Preis – und bewahrt dabei die Qualitäten eines echten Edelsteins.

Als echter Saphir trägt er dieselbe Symbolik: Treue, Wahrheit und Weisheit. Sein farbloser Farbton steht zusätzlich für Klarheit und Reinheit. Der Saphir ist der Stein des Monats September und das traditionelle Geschenk zum 45. Hochzeitstag.

Mit einer Härte von 9 ist er bemerkenswert kratzfest und eignet sich für das tägliche Tragen, auch in Ringen. Er sollte lediglich vor sehr heftigen Stößen geschützt werden.

Da er farblos ist, kommt sein Glanz am besten zur Geltung, wenn er sauber ist. Er lässt sich leicht mit lauwarmem Wasser, etwas milder Seife und einer weichen Bürste reinigen und anschließend mit einem Tuch trocken polieren. Sein kühles Licht kommt in 925er Silber und Weißgold wunderschön zur Geltung, während er in 14K-Gelbgold einen warmen, strahlenden Kontrast erzeugt.